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ZUKUNFT

 
 
FR 28 11 14 24h, Bar3000 offen ab 18h, 20.–
Quality Time Night: Elliver (Kater Blau, Quality Time, Berlin) Frag Maddin (URSL, Berlin), Pauli Pocket (Kater Blau, Wilde Renate, Rostock)
Bar3000
The Clementimes

Diesen Freitag haben wir uns ein feines Dreigespann aus der frischen Berliner Quality Time-Palette ausgesucht. Hochwertige, schillernde Variationen für anspruchsvolle Technofreunde in Form von: Elliver, schon länger bekannt für ihre tanzsüchtigen Sets, die im unteren Körperbereich einen ordentlichen Bounce verursachen. Frag Maddin, der frische Up-And-Coming, dessen Produktionen jetzt schon von einem Format sind, dass Spezialisten wie Anja Schneider auch gerne zugreifen. Und dann die junge Entdeckung Pauli Pocket; wie sagt man so schön? „Dynamite comes in small packages“. Der Quality Time Abend im Club Zukunft. Der Name ist Programm.

Links:
 
28 11 14
Elliver

FR 28 11 14
Quality Time Night: Elliver (Kater Blau, Quality Time, Berlin) Frag Maddin (URSL, Berlin), Pauli Pocket (Kater Blau, Wilde Renate, Rostock), The Clementimes


29 11 14
Andrew Weatherall

SA 29 11 14
Spezialmaterial & fromheretillnow: Andrew Weatherall (UK), P.Bell (Beatpirates, Zürich), Knob & Disco Dad


01 12 14
21 Grams

MO 01 12 14
Minimetal Guitars & Bar3000 present: 21 Grams (Max & Nik Emch)


03 12 14
Yosai

MI 03 12 14
Bukowski: Konzert: Yosai (Leipzig), DJ Jauss in der Bar3000


04 12 14
Mark Sultan a.k.a. BBQ

DO 04 12 14
Bukowski Spezial: Konzert: Mark Sultan a.k.a. BBQ (CAN/GER) in der Bar3000


04 12 14
Swisstanbul DOSCI

DO 04 12 14
Swisstanbul-DOSCI: Mini Bashekim (Mini Müzikhol, Istanbul) Dodo (Istanbul), Candas & Bas & Evrim (Istanbul)


05 12 14
Adriatique

FR 05 12 14
Moving Around Us: Adriatique (Diynamic), Alci (Robsoul), Mihael, Nenad J., Long John All Geilo


06 12 14
Lovely Peace of Shit

SA 06 12 14
Theater: Lovely Peace of Shit


06 12 14
Pépé Bradock

SA 06 12 14
Love Cult: Pépé Bradock (Atavisme, Paris), Love Cult DJs aka. Tony Sylvester, Camiolo + Bora Bora, Jay Boogie & Ian Lawrence aka DJ Stimulus


08 12 14
21 Grams

MO 08 12 14
Minimetal Guitars & Bar3000 present: 21 Grams (Max & Nik Emch)


10 12 14
Warias

MI 10 12 14
Bukowski: Konzert: Warias (Italien), DJ Inderrock in der Bar3000


11 12 14
Gleichschritt

DO 11 12 14
DOSCI: Gleichschritt


12 12 14
Soukie & Windisch

FR 12 12 14
URSL Night: Soukie & Windisch (URSL, Hamburg), Madmotormiquel (URSL, Bachstelzen, Berlin), Canson live (URSL, Katermukke, ZH), Mannequine


13 12 14
Motor City Drum Ensemble

SA 13 12 14
Loud Minority: Motor City Drum Ensemble (MCDE Records, D/NL), Alex Dallas (Drumpoet), Tony Sylvester live (Love Cult)


15 12 14
21 Grams

MO 15 12 14
Minimetal Guitars & Bar3000 present: 21 Grams (Max & Nik Emch)


17 12 14
Doomenfels

MI 17 12 14
Bukowski: Konzert: Doomenfels (ZH), DJ Fabian Sigmund in der Bar3000


18 12 14
Alex Dallas & Kalaspatz

DO 18 12 14
DOSCI (Afterparty Tosca Konzert, Kaufleuten): Alex Dallas & Kalaspatz


19 12 14
Forks

FR 19 12 14
Bukowski Spezial: Konzerte: Forks (CH), Great Black Waters (CH), Cheyenne (CH), DJs Kay-Zee, Carlo Cannone, Robby Naish, Gallo


20 12 14
Point G.

SA 20 12 14
Transition: Point G. live (aka DJ Gregory, Paris), Washerman & Ron Shiller, Ms Hyde


22 12 14
Comedy in der Zukunft

MO 22 12 14
Comedy in der Zukunft – Chrismas Special: Sergio Sardella, Die Scharlatanten, Remo Zumstein, Luca Zacchei, Moderation: Zukkihund


22 12 14
21 Grams

MO 22 12 14
Minimetal Guitars & Bar3000 present: 21 Grams (Max & Nik Emch)


24 12 14
Merry X-mas!

MI 24 12 14
Merry X-mas!: Zukunft und Bar3000 bleiben heute geschlossen.


25 12 14
Quarion

DO 25 12 14
DOSCI: Quarion (Retreat, Berlin), Lexx


26 12 14
Voigtmann

FR 26 12 14
5 Jahre Punkt: Voigtmann (Toi Toi Music, Hello Repeat?, UK), Junki Inoue (Toi Toi Music, Frontroom, UK) Les Points, Joe Bless & Philipp Treezy


27 12 14
Dada Disco

SA 27 12 14
L.H.O.O.Q.: Dada Disco (Bar25, Berlin), Kalabrese, Disco3000 mit Max Bunt, Geno, Le Discoboulet (D)


31 12 14
Hallo 2015!

MI 31 12 14
Hallo 2015!: Kejeblos, Jack Pattern


01 01 15
Happy New Year!

DO 01 01 15
Happy New Year!: Zukunft und Bar3000 bleiben heute geschlossen.


02 01 15
Jimi Jules

FR 02 01 15
Futura: Jimi Jules (Rumpelmusig, ZH), Look Like (Dirtybird, ZH) Iwan Onou (ZH), Dustsurfers


03 01 15
Alci

SA 03 01 15
Home: Washerman (Drumpoet, ZH), Alci (Robsoul, InFuse, ZH), Audino (Les Points), Flatmate Romance 2015


29 01 15
Zoot Woman

DO 29 01 15
Konzert: Zoot Woman (UK)


 
 

Anekdoten sollen hier rein, hiess es. Nun ja, zu bieten habe ich kaum etwas Griffiges, sind es doch eher Erfahrungsberichte und Projektionen. Doch hoffe ich dieser Lichtgestalt, welche irgendwo zwischen Populärkultur und trübstem Untergrund flaniert, gerecht zu werden.

«Andrew definierte Eklektizismus als eine Fähigkeit, die ein DJ haben muss.»

Obschon es die üblich aufgeführten Referenzen und Einflüsse auch gab, sozialisierte mich Andrew Weatherall nachhaltig mit Techno. Nicht von ungefähr scheint das nun etwas plakativ, denn tatsächlich war er lediglich (oder besser: hauptsächlich) für die Erweiterung meiner Hörgewohnheiten verantwortlich. So richtig Techno war das nämlich nicht und weit entfernt von dem was in Detroit, Berlin und Ghent gerade fabriziert wurde.

Das vom Windsor stämmigen produzierte Album «Screamadelica» von Primal Scream vereinte 1991 die gegenwärtigen Einflüsse von Slowmotion House über psychedelischen Dub bis zu tanzbarem Indiepop und vermittelte dem Hörer einen grenzenlosen Horizont. Zumal das Werk mit «Moving on Up» einem süffigen Mitklatsch Gospelsoul Stück beginnt und gegen Ende bei «Higher Than The Sun (A Dub Symphony In Two Parts)» Jah Wobble’s Basslinie nach 3 ½ minütigem Dubinferno einsetzt und den Pokal sozusagen nach Hause trägt.

Die Screamadelica-Tour brachte die Band und deren Tour-DJ Andrew Weatherall im Januar 1992 in den Stufenbau nach Bern, wo dieser komplett in braunem Leder gewandet war - Gilet, Lederhosen und sogar den passenden Geldbeutel gesichert durch eine knielange Kette. Als DJ mit überlanger Rockermähne warf er von Public Enemy bis My Bloody Valentine alles in einen Topf.

Mein späterer Arbeitgeber ZigZag Records in Thun widmete dem, im Frühling 1990 veröffentlichten Primal Scream Klassiker «Loaded» jeweils Samstags ein besonderes Ritual. Exakt 7 Minuten vor Ladenschluss (so lang dauerte das Stück) vor Ladenschluss senkte sich die Nadel des Technics in die Rillen des Vinyls. Die Priesterstimme aus Roger Cormans «The Wild Angels» fragte eindringlich: «Just what is it that you wan't to do?»Peter Fonda‘s Antwort «We wanna get loaded and have a good time. We wanna have a party. That's what we wanna do!» sollte für eine ganze Generation Partyhungriger sprechen.

Weatherall’s «Loaded» verjüngte Primal Scream’s Ballade «I’m Losing More Than I’ll Ever Have», klaute sich die besten Momente von «Sympathy For The Devil» der Rolling Stones und erklärte damit in 7 Minuten wie sich Musik entwickelte und entwickeln wird. Vermutlich unbewusst, aber durchaus prophetisch. In diesen 7 Minuten definierte Weatherall Eklektizismus als notwendige Fähigkeit, die ein DJ haben muss, um Geschichten zu erzählen, um akustische Gemälde zu malen. Den folgenden Remixarbeiten und Produktionen wurde allen der Weatherall-Stempel aufgedrückt: nie aufdringlich oder hysterisch, meist hypnotisch und ausgedehnt; tragendes Element ist eine Garagerock-Vergangenheit, welche man allerdings kaum vermuten würde.

Nicht von ungefähr fallen selten Worte wie «Erfolg» oder «Karriere» im Zusammenhang mit Lord Sabre. Nie wirklich im Rampenlicht aber trotzdem ständig präsent, ist er für viele seiner eingeschworenen Anhänger das Sinnbild für musikalische Geschmackssicherheit geworden. So wurde auch seine Produktion des 2009 erschienen Zweitlings «Tarot Sport» der Fuck Buttons hoch gelobt und ist inzwischen auf Vinyl äusserst gesucht.

Persönlich traf ich diese Figur, dieses Vorbild, nur wenige Male. Nur bin ich froh nicht mehr zu wissen, welcher Unsinn da aus meinem Mund sprudelte! Ich war ohne Zweifel, wie man im Englischen sagt, «starstruck». Solches Fanboytum hat Weatherall vermutlich eher als unangenehm empfunden.

Sinnigerweise unterhalte ich einen losen Kontakt zu seinen letzten zwei Studiopartnern. In irgendeinem düsteren Londoner Gewölbekeller klopfte mir ein grossgewachsener Typ frühmorgens auf die Schulter. Erst nach einigen Augenblicken erkannte ich Keith Tenniswood, die andere Hälfte von Two Lone Swordsmen. Dieser tourte ein Jahr zuvor durch die Schweiz, beschallte das Fri-Son, das Mokka und besuchte die Studios von DRS3, wo ich ihn kennenlernte. Das war Ende der Neunziger Jahre. Rein zufällig verirrte ich mich vor zirka zwei Jahren in das vermeintlich heruntergekommene Hinterzimmer des Londoner Pubs Shacklewell Arms für den Auftritt des über 70 jährigen indischen Synthesizer Musikers Charanjit Singh. Es stellte sich heraus dass, trotz des miesen Soundsystems sowie der unterirdischen Einrichtung und Deko, das Shacklewell einer der hippsten Orte der Stadt ist, wo bereits Künstler wie Haim und Skrillex Auftritte hatten  - letzterer war wohl für die Überbelastung der Lautsprecher verantworlich. Mir wurde ein blonder, schmächtiger Typ vorgestellt, dessen Namen Timothy J. Fairplay ich bereits von zahlreichen Left-of-Centre House-Releasen her kannte. Kurze Zeit später erschien seine Zusammenarbeit mit Weatherall als The Asphodells auf dessen Label Rotters Golf Club.

Neben Rotters Golf Club gehörten Sabres Of Paradise und Emission Audio Output zu Andrew’s Label. Unzählige Aliase, Kollaborationen und Remixaufträge machen eine Aufzählung kaum möglich. Daher diese im September von FACT veröffentlichte Liste:
→ Andrew Weatherall's 30 Greatest Remixes

Oli Hofer war Anfang der Neunziger Redaktor der Clubsendung «Let's Dance» auf DRS3. Sein Plattensammlung ist legendär, ebenso sein Wissen über Clubmusik. Heute betreibt Oli den Vinyl-Vertrieb Godbrain.

 

 

 

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