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DO 05 03 15 23h, Bar3000 offen ab 18h, Eintritt frei
DOSCI: Mihael & Alci

Alci ist mit Hip-Hop gross geworden. Statt dem Reim und der Sprühdose treu zu bleiben, wechselte der Zürcher den Beat und das Tempo und macht nun ernsthafte House Musik. Alci schaffte es, sich auf dem Pariser Label Robsoul, wo Grössen wie DJ Sneak oder David Duriez veröffentlichen, zu etablieren. Seine Produktionen bestechen durch leichtfüssige, klassische House-Grooves, wie man sie auch von früher kennt, aber sie entstehen doch mehr aus dem Stimmungsbild der Gegenwart heraus.
Mixmag, die englische Club-Bibel, erkannte bereits sein Talent und nahm einen seiner Tracks auf den hauseigenen Sampler und ebenfalls aus London rief das Sub-Label von Fuse an. Es geht gerade Tür um Tür für ihn auf und statt in Schwamendingen unter der Autobahnbrücke ein Piece zu malen, dreht er in London und Ibiza die Platten. Den DOSCI bestreitet er mit Resident Mihael, der nicht nur Stammgast an der Diener ist, sondern auch als Plattenleger die Vinylkultur am Leben erhält und stets mit viel Herzblut ans Werke geht.

Links:
 
05 03 15
Mihael & Alci

DO 05 03 15
DOSCI: Mihael & Alci


06 03 15
Dixon

FR 06 03 15
Loud Minority: Dixon (Innervisions, Berlin), Drumpoet Community, «The history of Funk» – Kay-Zee & Carlo Cannone


07 03 15
XDB

SA 07 03 15
Futura: XDB (Metrolux Music, Dolly, Echocord, Sistrum, D), Pasquale C. Peak, Marc D’Arrigo (Zweikommasieben), «In the haze» – Lexx (All night long)


11 03 15
Thisell

MI 11 03 15
Bukowski: Konzert: Thisell (SE), DJ Momo Love in der Bar3000


12 03 15
Manon & Reto Ardour

DO 12 03 15
DOSCI: Manon & Reto Ardour


13 03 15
Ghost Culture

FR 13 03 15
Spezialmaterial: Ghost Culture live (Phantasy, UK), Headman (Relish, ZH), John Player (ZH), MTDF & Inderrock


14 03 15
Mano Le Tough

SA 14 03 15
Peace Club: Mano Le Tough (Maeve, Permanent Vacation, Dublin), Alex Dallas (Drumpoet, IZU, ZH), Dejan (Cityfox, ZH), «Phantom Island» – Kejeblos and Special Guest


18 03 15
The Bullet

MI 18 03 15
Bukowski: Konzert: The Bullet (ZH), DJ Carlo Canonne in der Bar3000


19 03 15
Eli Verveine & Louh

DO 19 03 15
DOSCI: Eli Verveine & Louh


20 03 15
David Dorad

FR 20 03 15
URSL Night: David Dorad (Bachstelzen, URSL, Berlin), Seidensticker & Salour (URSL, Hamburg), Canson live (URSL, ZH), Jan Deckkraft & Florian Ehing


21 03 15
Feindrehstar

SA 21 03 15
Rumpelnacht: Konzert: Feindrehstar (Leipzig), Metaboman (Jena), FreeJ Rumi, Kalabrese, Leonist


25 03 15
Sterneis

MI 25 03 15
Bukowski: Sterneis live, DJ Kay-Zee in der Bar3000


26 03 15
Dario Rohrbach & Dersu

DO 26 03 15
DOSCI: Dario Rohrbach & Dersu (Alma Negra, Gelbes Billet, BS)


27 03 15
Shifted

FR 27 03 15
Motoguzzi Labelnight: Shifted (Avian, Mote Evolver, London), Wandler (Motoguzzi, ZH), Tommy Milfiger


28 03 15
Washerman Live-Premiere

SA 28 03 15
Home: Washerman Live-Premiere (Drumpoet, Deep Down Slam), Lexx (Permament Vacation, Phantom Island), Jack Pattern (Lustpoderosa), Kejeblos & Siegwart


30 03 15
Comedy in der Zukunft

MO 30 03 15
Comedy in der Zukunft: Stefan Büsser, Daniela Dill, NërdiZ, Moderation: Herr Richiger


04 04 15
Fred P

SA 04 04 15
Punkt. Osterfestival: Fred P (Black Jazz Consortium, USA)


24 04 15
Matthew Dear

FR 24 04 15
Matthew Dear


08 05 15
Acid Pauli

FR 08 05 15
Acid Pauli


09 05 15
Ata, Lauer, Hafenbauer

SA 09 05 15
Ata, Lauer, Hafenbauer


29 05 15
Superpitcher

FR 29 05 15
Superpitcher


06 06 15
Nôze

SA 06 06 15
Nôze


12 06 15
Andy Stott

FR 12 06 15
Andy Stott


 
 

Roman Flügel ist ein grosser Bewegender der deutschen Clubszene. Und das seit gut einem Vierteljahrhundert. Als Co-Gründer der Labels Klang und Playhouse füllte er Hunderte von Plattensammlungen in den späten Neunziger- und frühen Nullerjahren. Die meisten Clubber kennen ihn von Alter Ego und dem rötzigen Knaller «Rocker». Dabei kann der Frankfurter seine musikalischen Farben wie ein Chamäleon wechseln: Er produzierte als Roman IV verzwirbelten bis epischen Dubhouse. Mit Christopher Dell machte er ein elektronisches Minimal-Jazz-Album. Dann wieder futuristische Italodisco wie auf dem Track «Stricher» oder Tropicaltechno wie auf seiner kommenden Single für Dial («Sliced Africa»). Und die Roman Flügel-Manier bringt er auch als DJ bestens rüber: Avancierter Maschinenfunk, der die Fusssohlen kitzelt und die Seele massiert. 

Herr Flügel sucht das Glück. Nicht unbedingt.

Roman, kannst Du dich an deinen ersten Auftritt in Zürich erinnen?
— Das dürfte zirka 1995 gewesen sein.

Wo hast Du gespielt?
— An der Energy im Hallenstadion. Es war ein Liveset als Acid-Jesus, ich habe also nicht aufgelegt wie jetzt in der Zukunft. Wir sind damals mit einem kleinen Bus angereist. Leute aus dem Umfeld des Delirium-Plattenladens waren mit dabei, Ata (Macias) und Heiko MSO. Mein Acid Jesus-Partner Jörn (Elling Wutke) war an diesem Wochenende krank, und so habe ich diesen Auftritt alleine über die Bühne gebracht.

Und wie lief's?
— Ziemlich okay, denke ich. Aber weit mehr ist mir in Erinnerung geblieben, dass ich nach Robert Hood gespielt habe, und, dass mich sein kompromissloser DJ-Stil sehr beeindruckt hat: Wie er das Vinyl quasi auf den Plattenteller "haute", und Mixe mehr "cuttete" als mischte.

Als Acid Jesus hast Du damals Techno gemacht. Aber Du produziertest auch House. Zu einer Zeit, wo gerade in Frankfurt die Zeichen auf Härteres standen.
— Die Leute in der Szene zogen damals halt ihre stilistischen Grabenkämpfe durch. Das steckte fest in den Köpfen drin, diese Haltung. Umso wichtiger war es für mich, Leute wie Ata zu treffen. Der war ein richtiger Freigeist. In seinem Delirium-Plattenladen gabs grossartigen Techno. Und daneben eben auch grossartigen House. Für mich waren das immer die zwei Seiten ein und der selben Medaille.

Du hast eine klassische Musikausbildung genossen. Wie kam die ins Spiel?
— Nun, mein Training widersprach natürlich allem, was halbwegs nach Pop roch. Von Techno ganz zu schweigen! Ich wurde gedrillt auf Handwerk, auf Disziplin und auf Detailversessenheit. Irgendwann bin ich gescheitert: Am vielen Üben. Sonst wäre ich wohl Pianist geworden.

Clubkultur rotierte da auf einem völlig anderen Planeten.
— Absolut! Techno war Äonen weit von der klassischen Tradition entfernt. Gerade darum hatte diese archaische Musik für mich etwas völlig Befreiendes. Der Sound wird von Maschinen kreiert, Noten spielen keine Rolle, alles kommt aus dem Bauch und jeder kann es tun. Da habe ich gelernt, dass Musik auf ganz verschiedene Arten wirkt. Und du musst nicht mal für etwas entscheiden.

Wurde Vielseitigkeit dann zu deinem künstlerischen Credo?
— Es hat mich immer interessiert, Neues auszuprobieren. Aber das hat sich einfach so ergeben, einen Masterplan gab es nie.

Dein letztes Jahr veröffentlichtes Album heisst "Happyness is Happening". Es geht um's Glücklichsein?
— Unsere Gesellschaft strebt ständig nach Glück. Immer und ständig. Das ist krankhaft. Und kann sehr ermüdend sein. Ständig Spass haben zu wollen.

Wo findest Du dein Glück?
— Ich versuche zum Beispiel, nicht die ganze Zeit neue Sachen zu kaufen. Und mich rauszuhalten aus den Dingen. Das ist mir wichtig: Dass ich Abstand nehmen kann.

Nicht ganz einfach im Nachtleben, diesem ultimativen Glücksbusiness.
— Ich bin mir natürlich bewusst, dass ich ein Teil einer Unterhaltungsindustrie bin. Und wenn man das ganze Wochenende unterwegs ist und auflegt, muss man zu sich schauen. Sonst hälst Du das nicht lange durch. Vor allem, wenn man Spass haben will. So viel Spass, wie ich immer noch habe. Zum Glück! (lacht)

 


Interview: Bjørn Schaeffner