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MI 03 09 14 21h, Bar3000 offen ab 18h, 15.–
Bukowski: Konzert: The Burning Hell (CAN), Support: Susie Asado (USA/GER), DJ Zockrpappa aka Soda Club

The second cigarette never tastes as good as the first.
The Burning Hell sind in Zürich geheimtipptechnisch nicht mehr ganz dem Untergrund zuzuordnen, haben sich aber durch ihre letzten Auftritte eine löbliche Gang erspielt, die während dem ganzen Jahr in süssen Waschbär-Tischis tanzend durch die hiesigen Lokale zieht.
Mathias Kom, der charismatische Sänger und Bart der Band, singt Lieder über den Tod, die Liebe und dass es überall schön ist, sofern man genug Bier trinkt. Unterstützt durch Klarinette, Schlagzeug, Gitarre und Bass knallt The Burning Hell irgendwo zwischen Bill Callahan, den Magnetic Fields und Springsteen.
Tanzschuhe? Unbedingt!
Susie Asado alias Josepha Conrad tourt seit Jahren mit den schönsten Alltagsbeobachtungen durch die alte Welt. Manchmal Gitarre, manchmal Ukulele, manchmal Englisch, manchmal Deutsch. Die beinahe Zwillingsschwester Miranda Julys, die anstatt Film Musik macht.

Links:

Vorverkauf:
Starticket

 
03 09 14
The Burning Hell

MI 03 09 14
Bukowski: Konzert: The Burning Hell (CAN), Support: Susie Asado (USA/GER), DJ Zockrpappa aka Soda Club


04 09 14
Igor Marijuan & DJ Felipe

DO 04 09 14
DOSCI „Ibiza Sonica Edition“: Igor Marijuan, Phillip Straub aka DJ Felipe & Special Guest (Ibiza)


05 09 14
Carl Craig

FR 05 09 14
Legends: Carl Craig (Planet E, Detroit), Alex Dallas (Drumpoet), Dejan (Cityfox), Leonist & Erika Fatna


06 09 14
Ripperton

SA 06 09 14
Rumpeldisco: Ripperton (Perspectiv/Tamed Musiq, Lausanne), Kalabrese, Müller & Siegwart


10 09 14
MoreEats

MI 10 09 14
Bukowski: Konzert: MoreEats plays Big Cinema (CH), DJ Kejeblos in der Bar3000


11 09 14
Kenel & Sonne

DO 11 09 14
DOSCI: Kenel & Sonne (Arche Musik, ZH)


12 09 14
Abdulla Rashim

FR 12 09 14
Motoguzzi Labelnight: Abdulla Rashim live (Prologue, Semantica, Stockholm), Wandler (Motoguzzi, ZH), Peak (Aspects, ZH), Louh & Nicola Kazimir


13 09 14
Schlepp Geist

SA 13 09 14
URSL Night: Krink live (URSL, Underyourskin, Hamburg), Schlepp Geist live (URSL, Ritter Butzke Studio, Rostock), Midas 104 live (URSL, Katermukke, Berlin), Dejan (Cityfox, ZH), Momo Love & Jan Deckkraft


17 09 14
Waving Hands

MI 17 09 14
Bukowski: Konzert: Waving Hands (CH), DJ Le Mueck in der Bar3000


18 09 14
M.A. & Sampayo

DO 18 09 14
DOSCI: M.A. & Sampayo


19 09 14
Hoffest

FR 19 09 14
Hoffest: mit Musik von Teké Acoustic Sessions, hausgemachten Würsten von der Familie Lier und Filipino-Food-Corner im Hinterhof


19 09 14
John Talabot

FR 19 09 14
John Talabot: John Talabot (Permanent Vacation, Barcelona), Alex Dallas, Kalaspatz, MTDF & Ms.Hyde


20 09 14
The KVB

SA 20 09 14
Bukowski x THE STRAIGHT AND NARROW: Konzert: The KVB (UK), Support: EVJE (CH)


20 09 14
Gorge

SA 20 09 14
Kiste Baden goes Zukunft : Gorge (8bit Records, Mannheim), Mismo (ZH), Barbir (Baden), M.D.M.O. (Baden) & Whookpack (BS)


22 09 14
21 Grams

MO 22 09 14
Minimetal Guitars & Bar3000 present: 21 Grams (Max & Nik Emch) in der Bar3000


24 09 14
Déesse

MI 24 09 14
Bukowski: Konzert & Plattentaufe: Déesse (ZH), Support: The Swiss & The Swede, DJ Le Frère


25 09 14
Benjamin Röder & Kejeblos

DO 25 09 14
DOSCI: Benjamin Röder (Spectacle, Charlie, Public Possession, München) & Kejeblos (Phantom Island)


26 09 14
Tom Clark & Jens Bond

FR 26 09 14
Heavenly Social: Tom Clark (Highgrade, Berlin), Jens Bond (Highgrade, Katerholzig, Berlin), Wandler, Skor & Jay Boogie


27 09 14
Jeremy Underground

SA 27 09 14
My Love Is Underground: Jeremy Underground (MLIU, Paris), Washerman (Deep Down Slam, DPC), Ron Shiller (Drumpoet, Phantom Island), Joe Bless & Smilla


29 09 14
21 Grams

MO 29 09 14
Minimetal Guitars & Bar3000 present: 21 Grams (Max & Nik Emch) in der Bar3000


03 10 14
Mira + Chris Schwarzwälder

FR 03 10 14
Mira + Chris Schwarzwälder (Berlin)


04 10 14
Daniel Avery

SA 04 10 14
Daniel Avery


10 10 14
Marcel Dettmann

FR 10 10 14
Marcel Dettmann (MDR, Berlin), Vincent Knuth live, Wandler


11 10 14
Studio Barnhus

SA 11 10 14
Axel Boman, Kornel Kovacs, Petter Nordkvist


24 10 14
Dinky

FR 24 10 14
Dinky


 
 

Oriol Riverola hat die zweite Chance gepackt. Als DJ war er in Barcelona früher bekannt, aber international ein Nobody. Seit seiner Reinkarnation als melancholischer Houser unter dem Namen John Talabot läufts wie am Schnürchen. Ätherisch, pathetisch, schön: Talabots Musik hat Charakter. Die Mélange aus Disco, House, Techno, Kraut und Dub ist immer schwelgerisch, und nie langweilig. Und ein Track wie «Last Land» hat schon mal einen Sprung in der Platte. Schliesslich ist John Talabot ein Vollblut-DJ.

John Talabot und die Angst des DJ vor dem nächsten Track.

John, warst Du ein typisches Clubkid?
— Das kann man sagen. Ich kenne ja diese Musik nur aus Clubs. Mich faszinierte, was dieser Typ da vorne mit den Tänzern macht. Der DJ. Und ein paar ältere Freunde haben mir dann gezeigt, wie man mit Platten auflegt. Via House und Techno habe ich mir dann ganz viele andere Musik erschlossen. Disco, Funk, Afro und Musik aus den 50ern.

Es gibt diesen Talabot'schen Touch in deinen Produktionen: Melancholie!
— Ja, so fühle ich mich einfach gern. Melancholisch, sehnsüchtig. Ständig sehne ich mich nach etwas: mein Zuhause, meine Schwester, mein Sofa oder mein Synthesizer. Das kann ich gar nicht kontrollieren, das gehört einfach zu mir.

Du warst jahrelang in der Filmproduktion tätig, und der Soundtrack von Popul Vuh zu Werner Herzogs Film Aguirre hat dein Album «Fin» stark beeinflusst. Hast Du keine Lust, selbst einen Filmsoundtrack machen?
— Das ist tatsächlich etwas, was ich sehr lange schon machen möchte. Und ich könnte das auch, weil ich mich ja in beiden Welten auskenne, sowohl in Film wie Musik.

Das wäre dann der Soundtrack für was für einen Film?
— Am ehesten wohl ein Dokumentarfilm mit einer kontemplativen Soundspur, ich denke weniger an einen narrativen Film. Ich mag es sehr, konzeptuell an solchen Projekten zu arbeiten. Ja, überhaupt mache ich mir zu jedem Projekt viele Gedanken.

Das war auch bei deiner Mix-CD für die DJ-Kicks-Reihe so?
— Ja. Eigentlich denke ich ständig darüber nach, was ich mache. Ich bin in dieser Hinsicht ziemlich obsessiv. So habe ich mir überlegt: Wie unterscheidet sich dieser Mix von anderen? Was hebt ihn von einem Podcast ab? Was sollte die Leute dazu verleiten, die CD zu kaufen? Es funktioniert ganz einfach nicht, wenn Du keinen Plan hast, nicht weisst, wohin die Reise geht.

Und warum sollte man sich deine DJ-Kicks-CD kaufen?
— Ich habe versucht, eine attraktive Tracklist zu machen. Da sind viele Sachen dabei, die unveröffentlicht sind. Aber am wichtigsten ist mir, eine persönliche Geschichte zu erzählen. Mit lauter Tracks, die mich persönlich beeinflusst haben.

Dieser Mix fühlt sich sehr homogen an.
— Absolut! Das liegt wohl daran, weil es mein Geschmack ist. Und ich wollte, dass alles geschmeidig und easy rüberkommt, mit schönen Übergängen. Aber natürlich sollte es nicht einfach irgendein Easy-Listening-Soundtrack sein.

Auf dem Mix ist auch dein gemeinsamer Track mit Axel Boman zu hören, als Talaboman. 

Ein Skype-Signalton piepst los.

— Ha, lustig, Axel Boman hat mir in dem Moment eine Nachricht geschrieben.

Wenn man vom Teufel spricht...
— Genau! Kennst Du die Geschichte hinter Axels und meinem Track «Sideral»?

Ich weiss, dass Sideral ein DJ aus Barcelona ist.
— Sideral war eine sehr einflussreiche Figur in der lokalen Szene. Ein wirklicher auffälliger Typ, grossgewachsen, dünn, mit einer unglaublichen Ausstrahlung. Er spielte sehr eklektisch, zwischen House, Techno, Pop bis Indie. Und dann stellte sich heraus, dass Sideral auch für Axel ein wichtiger Einfluss war, weil er selbst in seinen frühen Zwanzigern ein paar Jahre in Barcelona gelebt und geclubbt hat. So cool! Kein Wunder verstehen wir uns so gut. Bei «Sideral» geht es also darum: Um all die Nächte, wo Axel und ich in Barcelona getanzt haben, aber nicht voneinander wussten.

Was hat Dir Sideral als DJ beigebracht?
— Sicher diese Lektion: Du solltest keine Angst haben, den nächsten Track zu spielen, auch wenn dieser Track keinen wirklichen Bezug zum letzten hat. Wenn Du eine Vision hast, dann kannst Du wirklich alles spielen. Anything goes. Und am nächsten Tag werden sich vielleicht die Leute genau an diesen Moment erinnern: Wo Du in deinem Set von Techno zu Indiepop gegangen bist.

Den Mutigen gehört die Welt.
— So ist es häufig, wenn ich mit Axel back-to-back auflege. Er könnte einen 80er Song spielen, ich mit einem Housetrack kontern, er einen Afrotripper bringen und so weiter. Viel Sinn macht es nicht. Aber sehr, sehr viel Spass! (lacht)

→ John Talabot DJ-Kicks-Mix

Interview: Bjørn Schaeffner