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DI 24 01 17 20:30h, Bar3000 offen ab 17h, Eintritt frei
True Romance Recording Sessions: German Funk Edition, DJ Haitian Star (Heidelberg) in der Bar3000

Eine ganz grosse Nummer, der König des German Funk, Haitian Star aka Torch kommt für eine Recording Session im intimen Bar3000-Setting.

Links:
 
24 01 17
Haitian Star

DI 24 01 17
True Romance Recording Sessions: German Funk Edition, DJ Haitian Star (Heidelberg) in der Bar3000


25 01 17
Galopp

MI 25 01 17
Bukowski: Konzert: Galopp (Zürich), DJ Carlo Cannone in der Bar3000


26 01 17
Washerman & Ron Shiller

DO 26 01 17
DOSCI: Washerman (Deep Down Slam, Drumpoet) & Ron Shiller (Fuga Ronto, Phantom Island, Drumpoet)


27 01 17
Jeroen Search

FR 27 01 17
Motoguzzi Labelnight: Jeroen Search (Figure SPC, A&S, Netherlands), Opuswerk (Dement3d, Krill Music, GE)


28 01 17
Pacifica

SA 28 01 17
Futura: Pacifica live (Drumpoet, ZH), Pablo Einzig, Kalaspatz


30 01 17
Comedy in der Zukunft

MO 30 01 17
Comedy in der Zukunft: Claudio Zuccolini, Zukkihund, Remo Zumstein, Sergio Sardella, Moderation: Pony M.


01 02 17
ELYN

MI 01 02 17
Bukowski: Konzert: ELYN, DJ Tischlampenfieber in der Bar3000


02 02 17
Headman/ Robi Insinna & Siegwart

DO 02 02 17
DOSCI: Headman/Robi Insinna (Relish) & Siegwart


03 02 17
Reto Ardour, Dejan, Ronald Grauer

FR 03 02 17
Home: Reto Ardour, Dejan, Ronald Grauer


08 02 17
Beatles Reloaded

MI 08 02 17
Bukowski: Konzert: Beatles Reloaded (Zürich), DJ Mildred Guy in der Bar3000


09 02 17
Lexx

DO 09 02 17
DOSCI: Lexx «allnightlove» (Phantom Island)


10 02 17
The Mole

FR 10 02 17
Rumpeldisco: The Mole live (Wagon Repair, Musiquee Risquee Berlin/CA), Leo Gretener


11 02 17
Andrew Weatherall

SA 11 02 17
Spezialmaterial: Andrew Weatherall (A Love From Outer Space, Rotters Golf Club, UK)


15 02 17
Manu Louis

MI 15 02 17
Bukowski: Konzert: Manu Louis (Berlin), DJ Jan Deckkraft in der Bar3000


16 02 17
Public Possession, Light Of Other Days

DO 16 02 17
DOSCI: Public Possession (München), Light Of Other Days (Zürich)


17 02 17
Göldin & Bit Tuner

FR 17 02 17
Rumpelnacht: Göldin & Bit-Tuner live, Manuel Fischer, Kalabrese


18 02 17
Alex Cameron

SA 18 02 17
Bukowski: Konzert: Alex Cameron (Secretly Canadian, AUS) in der Bar3000


18 02 17
Cassy

SA 18 02 17
Cassy: Cassy (Perlon, Cocoon, Berlin), Das Blenden, Mitsutek


22 02 17
Am Kap

MI 22 02 17
Bukowski: Konzert: Am Kap (CH), DJ Steve Tudikc in der Bar3000


23 02 17
Nicola Kazimir & Audino

DO 23 02 17
DOSCI: Nicola Kazimir & Audino (Les Points)


24 02 17
Africaine 808

FR 24 02 17
Spezialmaterial & Bukowski: Africaine 808 live (Golf Channel Recordings, Vulkandance, Berlin), None of Them live (Nice Try Rec.), Carlo Cannone, Sarna (Nice Try Rec.)


25 02 17
Antal

SA 25 02 17
Loud Minority: Antal (Rush Hour, A’Dam), Kejeblos (Phantom Island, ZH), Gallo, Schäppi & Winkler


27 02 17
Comedy in der Zukunft

MO 27 02 17
Comedy in der Zukunft: Pony M., Schoedo, Johannes Dullin, Newcomer: HOSH, Moderation: Zukkihund


01 03 17
Talune

MI 01 03 17
Bukowski: Konzert: Talune (Paris), DJ Carlo Cannone in der Bar3000


10 03 17
Adriatique

FR 10 03 17
Adriatique


11 03 17
Âme

SA 11 03 17
Âme


01 04 17
Baikal

SA 01 04 17
Baikal


14 04 17
Kollektiv Turmstrasse

FR 14 04 17
Kollektiv Turmstrasse


15 04 17
Mano le Tough

SA 15 04 17
Mano le Tough


29 04 17
Talaboman aka John Talabot

SA 29 04 17
Talaboman aka John Talabot


05 05 17
Dollkraut

FR 05 05 17
Dollkraut


26 05 17
Acid Pauli

FR 26 05 17
Acid Pauli


15 06 17
Kikagaku Moyo

DO 15 06 17
Kikagaku Moyo


 
 

Mit seinem Debüt «Equiox» hat Jimi Jules Wellen geschlagen. Mit uns hat er über seine Masche beim Auflegen und seine Wurzeln in der Schweizer Folklore gesprochen.

«Es geht mir um die Schockmomente»

Dein Album klingt irgendwie Zürcherisch. Hat das mit dem Einfluss von Kalabrese zu tun, der dich als eine Art Mentor beim Produzieren begleitet hat?

— Kala und ich hatten ähnliche Vorstellungen vom Musizieren, deshalb haben wir zusammengefunden. Es war also eher Zufall. Dazu kommt: Ich bin mit jener Art Blasmusik aufgewachsen, die Kalabrese auf seinen Tracks ebenfalls benutzt. Ein Onkel von mir ist Posaunist in der Oper, ein anderer Trompeter, ein dritter Dirigent beim 21st Century Orchestra, eine Tante war Sängerin, mein Opa hat in einer Brassband gespielt...

Wie hat dich dieses musikalische Umfeld geprägt?

— Mit drei Jahren bekam ich meine erste Piccolo-Trompete. Mein Grossvater hat jeden Tag geübt. Und ich wollte mitüben. Er hat sich immer Zeit genommen für mich. Der Song «Paul» auf dem Album, der Brass-Song, ist ihm gewidmet. Mein Onkel spielt dort drauf auch Posaune.

Liegt der Ursprung deines Sounds also in der Schweizer Folklore?

— (lacht) Das könnte man so sagen. Meine Oma war eine frühe Jodelkönigin. Als Kind hörte ich viele Blaskappellen auf dem Walkman. Der Brass-Sound erzeugt automatisch diesen ganz eigenen kraftvollen Groove. Dabei bin ich irgendwie geblieben. Sehr Schweizerisch. (lacht)

Wie lief dann der Aufnahmeprozess ab?

— Die Kurzfassung: Innerhalb von drei Monaten hatte ich mehr als 100 Demos beieinander. Schliesslich habe ich zusammen mit Alex Dallas und Kalabrese 16 Songs daraus ausgewählt. Das war ein richtiges Ringen um die Tracklist, es wurde bisweilen auch mal laut.

Wie waren die Feedbacks auf dein Album?

— Die Promo-Tracks, die wir vorab verschickt haben sind gut angekommen. Viele DJs, die ich mag, spielen meine Tracks. Besonders der Track «Fate» kommt gut an, auch wenn ich den als unbedeutenden Song sehe. Er war eigentlich als eine Art Trauermarsch gedacht. Es geht darin wiederum um den Tod meines Grossvaters. «Moon» kommt auch gut an. Alex wollte den unbedingt auf dem Album. Dixon oder Âme spielen diese Stücke nun...

Wie war es, als du deinen Song selber das erste Mal gespielt hast?

Ich spielte meine eigenen Songs lange nicht in meinen Sets, ich empfand sie als Kopien von etwas, das im Grunde besser war. Da spielte ich lieber das Original. Doch seit ich meiner eigenen Sprache mehr traue – dies auch dank meiner Freundin – spiele ich meine Songs regelmässig. Als ich in München einmal «Moon» gespielt habe, war das der beste Moment des Sets. Das hat mich erstaunt, zumal der Track eine Art Jam ist – wie meine Tracks so oft – und nie ganz klar ist, wann der grosse Break einsetzt.

Das Album heisst «Equinox». Zufall, dass es mit einer Jarre mässigen Synthiefläche beginnt?

— Ich kenne Jean Michel Jarre gar nicht. (lacht) Mein Interesse galt immer mehr so der Manta-Musik.

Manta-Musik?

— Lass es mich anders sagen. Meine erste Begegnung mit Techno hatte ich in der Reithalle in Bern mit Sven Väth. Ich hatte eigentlich nichts mit dieser Musik am Hut, verbrachte aber familienbedingt viel Zeit in der Reithalle. Mich hat sein Set von der ersten Minute an gepackt. Die Bewunderung hält bis heute an, weil Sven Väth bei jedem Gig die Leute mit auf eine Reise nimmt. Es gelingt ihm immer. Ich habe ihn noch nie abkacken sehen. Noch nie. Das war jedenfalls der zündende Moment für mich damals. Es war auch der Beginn des Aufstiegs von EDM und solchen Sachen.

 

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Du hättest ebenfalls in die obere Liga aufsteigen können...

— Nach «Pushing On», meinem Hit, hätte ich meine Karriere ankurbeln können. Doch ich wollte das nicht mit einem solchen Track, ich wollte nicht mit dieser Art von Musik bekannt werden. Ich dachte an Sven Väth, der hat sich auch nie verstellt, um gross zu werden. Justice übrigens auch nicht, auf die bin ich damals auch abgefahren.

Noch ein paar Sätze zum Auflegen. Deine Masche?

— In den 3-10 Stunden, in denen ich spiele, versuche ich, die Leute zu beobachten. Ich suche mir jene aus, die eine richtig gute Zeit haben. Für sie spiele ich. Früher wollte ich den Laden maximal rocken. Heute ist es so, dass ich versuche, so eigenständig wie möglich zu bleiben. Songs spielen, die mich selber beeinflussen, die ich richtig gut finde. Die Leute herausfordern mit Stilbrüchen und Schockmomenten. Ich liebe den Moment, wenn sich die Leute fragen, was der da oben eigentlich für Musik spielt. Von da an kann ich aufbauen.

Was ist mit der Angst, die Leute könnten dir weglaufen?

— Das ist natürlich teilweise so. Aber ich bin schliesslich der DJ und möchte etwas erzählen. Ich polarisiere gerne. Entweder sie lieben mich, oder sie finden mich doof. Es kommt aber natürlich sehr auf meine Tagesform an. Wenn ich hässig bin, spiele ich auch hässig.

Und das funktioniert?

— An der Street Parade zum Beispiel in der Zukunft war ich schon mehr als 24 Stunden auf den Beinen, da war ich nervös und aggressiv. Dann habe ich reingebrettert als wäre ich im Berghain. Nach 20 Minuten Schock hatte ich die Leute, sie drehten voll durch. Ich spielte richtigen Uptempo-Techno, selbst den Angestellten in der Zukunft war das zuviel. Am Schluss, nach vier Stunden, spielte ich zum allerersten Mal mein ganzes Album durch. Es hat wunderbar gepasst. Alle sind wieder runtergkommen. Ein grossartiger Moment.

Interview: David Sarasin

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