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MO 30 05 16 19h, Bar3000 offen ab 18h, 18.–
Das grosse Staffelfinale vor der Sommerpause: Mit Manuel Stahlberger, Kilian Ziegler und den Veranstaltern Zukkihund, Herr Richiger und Guy Landolt

Kilian Ziegler aus Olten gehört zu den erfolgreichsten und aktivsten Schweizer Slam Poeten. Er wird uns mit Köstlichkeiten aus seinem Bühnenprogramm „The Phantom of the Apéro“ beglücken.
Neben silbergrauem Haar wachsen dem St. Galler Stadtfuchs Manuel Stahlberger die wunderbarsten Flausen aus dem Kopf. Er singt, skizziert, karikiert… Und so unprätentiös die musikalischen Arrangements oder die Sujets des Zeichenworkshops, so messerscharf sezieren sie doch die Seelenzustände des urbanen Smartphone-Junkies.
Die drei Gründer und Veranstalter von „Comedy in der Zukunft” Zukkihund, Herr Richiger und Guy Landolt werden die vierte Staffel geschmackvoll und verkokst Revue passieren lassen.

Links:

Vorverkauf:
Starticket

 
30 05 16
Comedy in der Zukunft

MO 30 05 16
Das grosse Staffelfinale vor der Sommerpause: Mit Manuel Stahlberger, Kilian Ziegler und den Veranstaltern Zukkihund, Herr Richiger und Guy Landolt


01 06 16
Geneva Jacuzzi

MI 01 06 16
Fromheretillnow presents: Konzert: Geneva Jacuzzi (Medical Records, Minimal Wave, USA), Ms. Hyde


02 06 16
Flow & Zeo

DO 02 06 16
DOSCI: Flow & Zeo (Tropical Beats, Rio de Janeiro)


03 06 16
Solar

FR 03 06 16
Peace Club: Solar (Sunset Sound System, San Francisco), Daniele Cosmo (Lux Rec., ZH), Alex Dallas (Drumpoet, ZH), Carlo Cannone & CNDR


04 06 16
Federico Grazzini

SA 04 06 16
Unite Family Nacht: Chapter 2: Federico Grazzini (Zoo Project Ubuntu Rec.), Alci (Apollonia) Ezikiel, Joram, Helder


08 06 16
Lou Ees

MI 08 06 16
Bukowski: Konzert: Lou Ees (SG), DJ La Capitaine in der Bar3000


09 06 16
Juan Veloz & Disco Dave

DO 09 06 16
DOSCI: Juan Veloz & Disco Dave


10 06 16
Midland

FR 10 06 16
Futura: Midland (Graded, Aus, London), Eli Verveine (Tardis, ZH), Love Regulators


11 06 16
Reworks Plattentaufe

SA 11 06 16
118 BPM Blues: „Reworks“ Plattentaufe von Robi Insinna aka Headman, (Relish Rec., ZH), CFCF live (Montreal), Hove, Dubois, Carmen D (Los Angeles) & Kay-Zee


15 06 16
Kamikaze

MI 15 06 16
Bukowski: Konzert: Kamikaze (Lausanne/Berlin), DJ Momo Love in der Bar3000


16 06 16
Sarna, Susie Star, Bora

DO 16 06 16
DOSCI: Sarna (Nice Try Records, ZH), Susie Star B2B Bora


17 06 16
Soukie & Windish

FR 17 06 16
URSL Night: Soukie & Windish (URSL, Berlin) Madmotormiquel (URSL, Berlin), Sche Sche (Lexy Club, ZH)


18 06 16
Toulouse Low Trax

SA 18 06 16
Spezialmaterial: Tolouse Low Trax live (Salon des Amateurs, Karaoke Kalk, Kreidler, Düsseldorf), Jack Pattern (Lustpoderosa, Drumpoet, ZH), Discoboulet, Max Bunt, Geno


22 06 16
Signori Misteriosi

MI 22 06 16
Bukowski: Konzerte: Signori Misteriosi (ZH, Goodbye Show), Support: TBA, DJ Carlo Cannone


23 06 16
Jimi Jules

DO 23 06 16
DOSCI: Jimi Jules „all night long“ (Watergate, Zukunft Rec.)


24 06 16
Lolina

FR 24 06 16
Bukowski & Fromheretillnow present: Lolina (Inga Copeland/Hyperdub, UK)


24 06 16
Idjut Boys

FR 24 06 16
Modern Disco: Idjut Boys (Smalltown Supersound, U-Star Rec. London/Oslo), Lexx, Kejeblos, Kalabrese


25 06 16
Jacques Greene

SA 25 06 16
Sommer-Closing: Jacques Greene (Lucky Me, Montreal), Alex Dallas (Drumpoet, ZH), Mildred Guy & Rhythm Ryders


 
 

In der Routine liegt die Kraft. Gerd Janson über Back2Backs, Motivationstricks und seinen Buchgeschmack. 

"Alles kreuz und quer"

Gerd, Du spielst oft Back2Back mit unterschiedlichsten DJs. Worin liegt der Reiz?

— Es gibt kaum grössere Ego-Freaks als DJs, deswegen spielen manche vielleicht lieber allein. Früher hat sich das oft aus den Partys ergeben. Der eine fängt an, dann spielt der andere und dann geht es länger als gedacht und man spielt, aus dem Moment heraus, noch zusammen. Und wenn sich etwas unmittelbar ergibt, dann ist das meistens auch gut, dieser bedingte Moment.

Und heute?

— Ist es eine Epidemie oder Pandemie geworden, die Back2Back-Sets. Vielleicht meinen die Promoter es einfach zu gut mit der Kuration, was ja schon ein Schimpfwort geworden ist.

Aber Du machst du es trotzdem noch gern?

— Ja, weil ich kein DJ-Ego und einen aaligen Musikgeschmack habe. Ich kann mich gut anpassen und übernehme die Rolle des unterwürfigen Chamäleons. Im besten Fall ist man dann der Mann oder die Frau mit den vier Armen.

Glaubst du also, auch ein Algorithmus könnte dir passende Back2Back-Partner zuordnen?

— So ziemlich jeden, ausser die Tortenschmeisser. Meine Stärke als DJ ist die Anpassungsfähigkeit, das kann ich.

Wann hat dich im Nachtleben das letzte Mal etwas wirklich beeindruckt?

— Gar nichts. Das klingt zynischer, als ich es meine, aber ich bin da in einer Tretmühle. Bei meinem Pensum des Auflegens, Produzierens und der Labelarbeit schleicht sich eine Routine ein. So wie man sich bettet, so liegt man und momentan habe ich eine kleine Überdosis. Ich komme auch leider nur noch selten dazu, privat auszugehen. Da passieren dann die besonderen Momente. Aber wie sagt die Queen: «Never complain. Never explain.»

Was reizt dich dann noch?

— Ganz abgestumpft bin ich nicht. In der Stunde, bevor ich auflege, höre ich oft dem DJ zu, der noch spielt. Und es gibt immer Stücke, die ich nicht kenne und toll finde, von denen ich dann unbedingt wissen möchte, was das ist. Das Interesse ist definitiv nicht erloschen, rein beruflich ist das nicht. Was bestimmt auch daran liegt, dass ich von der anderen Seite des DJ-Pults komme.

Du weisst, wovon du spielst.

— Ja, ich bin einfach sehr viel ausgegangen. Zu unterschiedlichsten DJs in unterschiedlichste Clubs. Zu Drum & Bass Stadionkrawall von No U-Turn und am nächsten Abend zu Phil Asher.

Was sind deine Interessen neben der Musik?

— Ich lese Bücher im Flugzeug.

Was liest du?

— Alles kreuz und quer. Das neue Heinz Strunk Buch. Oder ein Buch über die Jagd von Ortega y Gasset, einem im frühen 20. Jahrhundert verstorbenen spanischen Philosophen. Um das aber wieder zu torpedieren, lese ich auch völligen Schund. Zombie-Vampir-Trash-Romane. Und wenn man auf die 40 zugeht, versucht man natürlich auch wieder Sport zu machen, weil man sonst das Gefühl hat, man fällt auseinander.

Überträgst du deine Back2Back-Fähigkeiten aufs Produzieren?

— Ehrlich gesagt: Ohne Philipp (Lauer) könnte ich diese Frequenz gar nicht aufrechterhalten. Er ist der Produzent. Ich arrangiere meistens, bediene Effektgeräte oder mache Einfingerquatsch. Ich wollte eigentlich nie Musik machen und bin dann zufällig reingeschlittert. Philipp hat mich, als wir uns kennenlernten, in sein Studio eingeladen und wir haben einen Remix zusammen gemacht. Daher kommt auch dieser bescheuerte Name Tuff City Kids. Der stand damals in Mannheim auf einer Klowand und ich dachte, es bleibt bei einem Remix. Sind dann aber doch ein paar mehr geworden.

Gerd, was passiert in der Zukunft?

— Wenn ich mit Lexx auflege? Das, was immer passiert, wenn ich mit dem Lexx auflege.

Interview: Mathis Neuhaus.

→ ♫ Gerd Janson At Home Mix