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DO 21 08 14 23h, Bar3000 offen ab 18h, Eintritt frei
DOSCI: Jewl & Camiolo (Love Cult)

Eigentlich braucht man sie kaum mehr vorzustellen, denn die bezaubernde Jewl und der charismatische Camiolo verkörpern den Groove unserer Stadt sinnbildlich. Wenn die Beiden am Werk sind, gibt es anspruchsvolle Tanzmusik zu hören, ansatzweise soulful und immer mit dem richtigen Mass, um zu fordern aber genauso auch zu unterhalten. It's a feeling!

Links:
 
21 08 14
Jewl & Camiolo

DO 21 08 14
DOSCI: Jewl & Camiolo (Love Cult)


22 08 14
Alex from Tokyo

FR 22 08 14
Peace Club 88: Alex from Tokyo (Innervisions, New York), Alex Dallas, Schoolbell, Mannequine


23 08 14
Ron Morelli

SA 23 08 14
BOLD : Ron Morelli (L.I.E.S., Hospital Productions, NYC/Paris), Asic live (Anorg Sound.Sys), Guy Joshua (Zweikommasieben, Luzern), New.Com (DubExMachina, Comfortoise, BOLD), Unda (Bealtfreaks, Boyoom Connective, St. Gallen) & Shoudeli


28 08 14
Seranthony & Murphy

DO 28 08 14
Hidden DOSCI: Seranthony & Murphy


29 08 14
Dean Youngblood

FR 29 08 14
Heavenly Social: Dean Youngblood (Provinzmusik), Chuck Bauer (Disco Rodeo), Kejeblos, Gigolo Romantico


30 08 14
(S)alli zäme

SA 30 08 14
(S)alli zäme: Alex Dallas, Comini, Gallo, Ron Shiller, Jauss, Kalaspatz


03 09 14
The Burning Hell

MI 03 09 14
Bukowski: Konzert: The Burning Hell (CAN), Support: Susie Asado (USA/GER), DJ Zockrpappa aka Soda Club


04 09 14
Igor Marijuan & DJ Felipe

DO 04 09 14
DOSCI „Ibiza Sonica Edition“: Igor Marijuan, Phillip Straub aka DJ Felipe & Special Guest (Ibiza)


05 09 14
Carl Craig

FR 05 09 14
Legends: Carl Craig (Planet E, Detroit), Alex Dallas (Drumpoet), Dejan (Cityfox), Leonist & Erika Fatna


06 09 14
Ripperton

SA 06 09 14
Rumpeldisco: Ripperton (Perspectiv/Tamed Musiq, Lausanne), Kalabrese, Müller & Siegwart


10 09 14
MoreEats

MI 10 09 14
Bukowski: Konzert: MoreEats plays Big Cinema (CH), DJ Kejeblos in der Bar3000


11 09 14
Kenel & Sonne

DO 11 09 14
DOSCI: Kenel & Sonne (Arche Musik, ZH)


12 09 14
Abdulla Rashim

FR 12 09 14
Motoguzzi Labelnight: Abdulla Rashim live (Prologue, Semantica, Stockholm), Wandler (Motoguzzi, ZH), Peak (Aspects, ZH), Louh & Nicola Kazimir


13 09 14
Schlepp Geist

SA 13 09 14
URSL Night: Krink live (URSL, Underyourskin, Hamburg), Schlepp Geist live (URSL, Ritter Butzke Studio, Rostock), Midas 104 live (URSL, Katermukke, Berlin), Dejan (Cityfox, ZH), Momo Love & Jan Deckkraft


17 09 14
Waving Hands

MI 17 09 14
Bukowski: Konzert: Waving Hands (CH), DJ Le Mueck in der Bar3000


18 09 14
M.A. & Sampayo

DO 18 09 14
DOSCI: M.A. & Sampayo


19 09 14
Hoffest

FR 19 09 14
Hoffest: mit Konzerten, hausgemachten Würsten von der Familie Lier und Filipino-Food-Corner im Hinterhof


19 09 14
John Talabot

FR 19 09 14
John Talabot: John Talabot (Permanent Vacation, Barcelona), Alex Dallas, Kalaspatz, MTDF & Ms.Hyde


20 09 14
Gorge

SA 20 09 14
Kiste Baden goes Zukunft : Gorge (8bit Records, Mannheim), Mismo (ZH), Barbir (Baden), M.D.M.O. (Baden) & Whookpack (BS)


20 09 14
The KVB

SA 20 09 14
Bukowski x THE STRAIGHT AND NARROW: Konzert: The KVB (UK), Support: EVJE (CH)


22 09 14
21 Grams

MO 22 09 14
Minimetal Guitars & Bar3000 present: 21 Grams (Max & Nik Emch) in der Bar3000


24 09 14
Déesse

MI 24 09 14
Bukowski: Konzert & Plattentaufe: Déesse (ZH), Support: The Swiss & The Swede, DJ Le Frère


25 09 14
Benjamin Röder & Kejeblos

DO 25 09 14
DOSCI: Benjamin Röder (Spectacle, Charlie, Public Possession, München) & Kejeblos (Phantom Island)


26 09 14
Tom Clark & Jens Bond

FR 26 09 14
Heavenly Social: Tom Clark (Highgrade, Berlin), Jens Bond (Highgrade, Katerholzig, Berlin), Wandler, Skor & Jay Boogie


27 09 14
Jeremy Underground

SA 27 09 14
My Love Is Underground: Jeremy Underground (MLIU, Paris), Washerman (Deep Down Slam, DPC), Ron Shiller (Drumpoet, Phantom Island), Joe Bless & Smilla


29 09 14
21 Grams

MO 29 09 14
Minimetal Guitars & Bar3000 present: 21 Grams (Max & Nik Emch) in der Bar3000


 
 

Es ist Samstagmorgen an der Fusion auf dem Bachstelzen-Floor.

Auf der Suche nach der Intensität, die uns den Atem nimmt.

Der Himmel leuchtet und schiebt die Nacht langsam weg. Zwischen den Bäumen auf staubigem Grund sind ein kleines Holzhäuschen und eine Bar gebaut. Der Live-Act vor mir gibt nochmals richtig Gas. Dann endet sein Set. Einige Sekunden Stille. Meine erste Platte; sie kratzt zuerst einmal laut drauflos bis der Beat einsetzt. Ich habe extra viel altes Vinyl mitgenommen. So eine Gelegenheit bietet sich nicht alle Tage. Die liebevolle Bachstelzen-Crew hat mir drei Stunden Spielzeit überlassen. Es braucht ein paar Übergänge bis ich entspannt bin. Ich entscheide mich vorerst für eine positive, fröhliche Grundstimmung, der Blues kommt später. Fliessen soll es. Platte in Platte. Irgendwann merke ich, dass genau diese Auswahl in die Herzen zielt. Es scheint als wären die Menschen hier besonders neugierig. Ich betone noch mehr und breche aus: Ein altes Synthie-Lied mit einer Stimme so sexy und unschuldig - einfach eine Perle. Ein Song, der die Zeit überdauert hat. Danach ein Afrobeat mit einem unwiderstehlichen Basslauf und obendrauf ein fettes House-Brett. So soll Rumpeldisco sein. Sich und die anderen überraschen. Mehr Melodien, mehr Sonne. Einige Zeit später weiss ich, dass wir die Reise zusammen machen. Vergnüglich und unverblümt. Einige Leute sind auf Bäume geklettert und bewegen sich dort oben zur Musik. Als ich das „Kafi-Lied“ spiele, kommt David vorbei, bringt mir den Kaffee im Becher und schmunzelt. Perfektes Timing. Er hat sich im Auto hingelegt und einige Stunden geschlafen. Als das Lied fertig ist, kehre ich die Platte um, nehme das Mikrofon und künde die B-Seite an. „Hello Asshole“ von meinem Produzenten-Freund Jimi Jules. Sichtlich stolz, dass die Platte bei Rumpelmusig erschienen ist, schaue ich verschmitzt in die Menge. Irgendwann spiele ich noch meinen James Brown Edit mit dem Gitarrenriff. Ein Riff so sanft wie Seide. Aber unglaublich präzise. In das Original mischt sich meine Stimme rein: „Yes, I grew up in seventy tree and this Song is from sixty nine“ und dann kommt einige Takte später noch: „And I got a little present for you“ - Wumms und die Bass-Drum setzt ein. James Brown an der Fusion, in der staubigen Waldlichtung in der wunderbaren Pampa von Mecklenburg Vorpommern; würde er auch hier seinen berühmten Mikrofon-Spagat machen? Die Welt des Dancefloor wäre cooler, wenn mehr funk drin wär, wenn der Groove und der Klang der Aufnahmen von Brown heute noch atmen würde in den aktuellen Produktionen, ich glaub ich würde mehr tanzen.

Pierluigi Macor
Pierluigi Macor

Trotzdem; habe mich selten beim Auflegen in den letzten Jahren so wohl gefühlt wie hier in den letzten drei Stunden. Es war eine Intensität im Spiel. Ein paar Tage später bekomme ich herzige Emails meist von Jungs, die mehr wissen wollen zu der gespielten Musik. Ob das Set als Aufnahme existiert? Nein, ich habe diesen Moment nicht digital festgehalten. Es ist alles dort passiert in dieser Waldlichtung auf diesem staubigen Grund. Ein magischer Moment vielleicht. Mehr nicht? - Doch;  ich vermisse solche intensiven Momente und ja, ich kann mir vorstellen, das es vielen anderen auch so geht. Wir sind alle oft einfach auf zu vielen Kanälen präsent und vergessen die Essenz. Wir schnappen einiges auf und prüfen es kurz und schon entfernt es sich wieder. Doch die Intensität, die uns den Atem nimmt, die uns mitreisst bis zum Schluss, die kommt gar nicht auf. Und die zu finden ist ja noch viel schwieriger: In einer Zeit in der so viel produziert wird, nur um im Markt zu sein. Dementsprechend klingt vieles gleichförmig, furchtbar korrekt. Und die starken Performer und Entertainer verschwinden immer mehr. Ausnahmen sind zum Glück zu finden. Als ich vor kurzem ein Solo-Schlagzeug-Konzert von Julian Sartorius im Wintergarten der Wesendonck-Villa im Rietberg-Park anhörte, realisierte ich, was das genau bedeutet. Hier präpariert einer liebevoll sein Schlagzeug mit allen möglichen gefundenen Utensilien. Lässt Schwingungen und Klänge zu, die uns erstaunen lassen. Nur ein Musiker und sein Schlagzeug ohne zusätzliche Technologie, ohne Elektronik. Um so mehr liegt der Handlung eine stringente Komposition zu Grunde. Da hat sich einer lange Gedanken gemacht und viel getüftelt und erzählt schlussendlich seine Geschichte. Als die Zugabe nach frenetischem Applaus beginnt, sitze ich bereits auf meinem Fahrrad und fahr den Berg hinunter. Ich fand die Stunde intensiv genug, ein mehr als gelungenes Konzert. Eine vielschichtige poetische Klanggeschichte. Die Geschichte von Sartorius fing mich auf und machte mich glücklich und inspirierte zu neuen Taten, genauso das Auflegen mit dem wunderbaren, jungfräulichen Publikum auf'm Bachstelzen-Floor.



Kalabrese, Juli 2014 in Zürich