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MI 29 03 17 20:30h, Bar3000 offen ab 17h, Eintritt frei
Bukowski: Konzert: Manuel Stahlberger (St. Gallen), DJ Inderrock in der Bar3000

Das mit dem Schweizer Dialekt ist so eine Sache. Ach, wo sollen wir beginnen. Meistens klingt er in den aktuellen Songs etwas, sagen wir, peinlich. Traurig, aber wahr. Auch wenn es erfreuliche Ausnahmen gibt. Manuel Stahlberger zum Beispiel. Einige sagen, er sei der beste unter den Mundart-Textern. Der Grund: keiner beschreibt den gewöhnlichen Schweizer Wahnsinn in seinen Liedern so treffend, so genau, so berührend, so schonungslos, so kunstvoll, und gleichzeitig so lakonisch wie er. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, diesen grossen Melancholiker vor dem Herrn bei uns im Herzen des Kreis 4 willkommen heissen zu dürfen. Es wird ein kleines, intimes Set geben.

Links:
 
29 03 17
Manuel Stahlberger

MI 29 03 17
Bukowski: Konzert: Manuel Stahlberger (St. Gallen), DJ Inderrock in der Bar3000


30 03 17
Heimlich Knüller

DO 30 03 17
DOSCI: Heimlich Knüller Allnight Long (Garbicz, Berlin)


31 03 17
Don Williams

FR 31 03 17
Motoguzzi Labelnight: Don Williams (Mojuba, a.r.t.less, Berlin), Andaloop (Audioasyl, Zürich), Jaques Le Mac & Action Thompson 300


01 04 17
Baikal

SA 01 04 17
Loud Minority: Baikal (Maeve, Innervisions, Berlin/NL), Alex Dallas (Drumpoet, Zukunft Rec.)


05 04 17
Tom und die Touristen

MI 05 04 17
Bukowski: Konzert: Tom und die Touristen, DJ Carlo Cannone in der Bar3000


06 04 17
Frag Maddin, Manuel Fischer

DO 06 04 17
DOSCI: Frag Maddin (Rough Recordings, Berlin), Manuel Fischer


07 04 17
Young Marco

FR 07 04 17
Dekmantel Selectors: Young Marco (ESP Institute, Amsterdam), Lexx (Phantom Island, Zürich)


08 04 17
Gerd Janson

SA 08 04 17
Roof.fm under Deconstruction: Gerd Janson „allnightlove“ (Tuff City Kids, Running Back, Lorsch, D)


13 04 17
Justin Strauss

DO 13 04 17
DOSCI: Justin Strauss „allnightlove“ (A/Jus/Ted, Whatever/Whatever, New York)


14 04 17
Kollektiv Turmstrasse

FR 14 04 17
Freunde International: Kollektiv Turmstrasse live (Diynamic, Hamburg), Patrisha (Zürich), Barbir (Les Points, Zürich)


15 04 17
Mano le Tough

SA 15 04 17
Loud Minority: Mano Le Tough „allnightlove" (Maeve, Dublin)


19 04 17
His Clancyness

MI 19 04 17
Bukowski: Konzert: His Clancyness (Bologna), DJ Ms. Hyde in der Bar3000


20 04 17
Alex Dallas

DO 20 04 17
DOSCI: Alex Dallas „allnightlove“ (Drumpoet, Zukunft)


21 04 17
Mimi Love

FR 21 04 17
Love Total: Mimi Love (Berlin), Playlove, Barbir


22 04 17
Moscoman

SA 22 04 17
Relish Night: Moscoman (Disco Halal, Tel Aviv), Robi Insinna/Headman (Relish, Zürich)


23 04 17
Jens Lekman

SO 23 04 17
Jens Lekman: Konzert: Jens Lekman (SWE)


24 04 17
Comedy in der Zukunft

MO 24 04 17
Comedy in der Zukunft: Charles Nguela, Andreas Weber, Daniel Blum, Moderation: Zukkihund


25 04 17
The Legendary Lightness

DI 25 04 17
Plattentaufe: The Legendary Lightness, im Kaufleuten


26 04 17
Oum Shatt

MI 26 04 17
Bukowski: Konzert: Oum Shatt (Berlin), DJ Sasquatsch


27 04 17
Audiotheque

DO 27 04 17
DOSCI: 8 Jahre Audiotheque mit Boris Why, Huazee, Robel, Rodri


28 04 17
Butch

FR 28 04 17
Unite Family: Butch (Otherside, Rekids, Visionquest, D), Jimi Jules (Zukunft Rec.), Ezikiel, Joram


29 04 17
Talaboman aka John Talabot & Axel Boman

SA 29 04 17
The Night Land: Talaboman aka John Talabot (Hivern Discs, Barcelona) und Axel Boman (Studio Barnhus, Stockholm)


03 05 17
All XS

MI 03 05 17
Bukowski: Konzert: All XS (Oh Sister Rec., Zürich/Bern), DJs Mad Factory Players


05 05 17
Dollkraut

FR 05 05 17
Dollkraut


06 05 17
Obenuse Fest

SA 06 05 17
Obenuse Fest III: 25 Bands in 5 Locations


19 05 17
The Holydrug Couple

FR 19 05 17
Bukowski: Konzert: The Holydrug Couple (Sacred Bones, Chile)


27 05 17
Acid Pauli

SA 27 05 17
Acid Pauli


02 06 17
Neel

FR 02 06 17
Neel


03 06 17
The Block

SA 03 06 17
The Block


10 06 17
Acid Arab

SA 10 06 17
Acid Arab


15 06 17
Kikagaku Moyo

DO 15 06 17
Spezialmaterial & Bukowski: Konzert: Kikagaku Moyo (Japan)


23 06 17
Thomas Melchior

FR 23 06 17
Thomas Melchior


24 06 17
Mira & Chris Schwarz­wälder

SA 24 06 17
Mira & Chris Schwarzwälder


 
 

Jeremy Fichon ist ein Mann mit langem Atem. Drum läuft und läuft und läuft er. Zum Beispiel den Marathon. Und diese Ausdauer legt er auch anderswo an den Tag: er diggt und diggt und diggt. Nach immer neuen Vinyl-Schätzen. Durch Berge von House und Rare Grooves. Oui, Jeremy Underground Paris hat eine Vision. Und die ist rund.  

Jeremy Underground Paris: Bonjour vinyle

Der Sound eines Kerri Chandler, es war Liebe auf den ersten Ton für den jungen Jeremy. Über den Pariser DJ Deep fand er bereits im Kindesalter zu House. Jeremys Label My Love is Underground - 2010 lanciert - avancierte rasch zum kultigen Unterfangen. Die zweite Platte, Paris Underground Trax Vol. 1, verkaufte insgesgamt über 4000 Exemplare - ein veritabler Verkaufsschlager aus dem Untergrund. Und so veröffentlicht Jeremy weiterhin Ostküstenhouse, aber auch klassisch gefärbten, der in der Pariser Gegenwart entsteht, wie von Brawther. Als DJ brilliert er. Im House-Fach sowieso, aber nicht nur. Sein letztjähriger Mix mit Floating Points und Red Greg flanierte stilsicherst durch sonnige Boulevards voller Soul und Funk. 

Jeremy, wie war dein Sommer?
—Verregnet. Immerhin haben wir jetzt ein paar sonnige Tage in Paris. Im August bin ich mit dem Velo nach Lyon gefahren. Eine 500-Kilometer-Strecke - wir haben sie in fünf Tagen geschafft. Durch das Burgund zu gleiten, das war traumhaft. Ich liebe Frankreich!

Du treibst viel Sport?
— Ja, ich jogge sehr viel und fahre viel auf dem Bike. Das gesunde Leben, oui! 

House hörtest Du schon im zarten Alter von zehn Jahren. Wie haben deine Copains damals drauf reagiert?
— Du musst wissen, ich war immer schon sehr gut im Missionieren! Ganz egal ob es nun um House geht oder darum, beim Marathon mitmachen. Ich konnte meine Freunde also ziemlich gut von dieser Sache überzeugen, von der ich so Feuer und Flamme war.

House kam auch in deiner Schule gut an?
— Da wars nicht einfach, jetzt mal abgesehen von meinen engeren Freunden. Dieses Gefühl des Nichtverstandenwerdens! Eine Mischung aus Stolz und Misere. Stolz war ich, weil ich einen so vorwärts gerichteten Geschmack hatte. Und andererseits fühlte ich mich miserabel: weil ich für die Leute um mich herum ein E.T war.

Für dich hat es sich ja gelohnt, ein wenig ausserirdisch zu sein: Dein Label My Love is Underground wurde 2010 zur internationalen Erfolgsstory. 
— Erfolgstory? Nun, man muss alles in den richtigen Relationen sehen. Aber das war immer schon meine Mission: Meine Leidenschaft für die goldene Ära von Housemusik zu teilen. Und das Werkzeug dazu ist My Love is Underground. Für die Generation der 30 und 40 Jährigen war das vielleicht nichts Neues. Aber für viele Jüngere doch eine ziemliche Offenbarung. Ich habe wohl immer schon gespürt, dass die Youngsters einmal so richtig darauf abfahren werden. Genau so, wie ich und meine Kumpels damals darauf abgefahren sind.

Du bist ein grosser Fan von Soul, Funk und Disco. Hast Du dir diesen Schatz via House ergraben?
— In meinen frühen Teenagerjahren hörte ich ausschliesslich House. Wenn Du dich nur auf ein einziges Genre konzentrierst, hat das den Vorteil, dass du wirklich tief diggen kannst. So war das eine Zeit lang, bis mich House plötzlich gelangweilt hat. Und dann liess ich mich auf Disco ein. Und nach einer Weile waren Soul und Funk an der Reihe. Die Suche nach guter Musik hört ja nie auf. Und je älter ich werde, desto mehr öffne ich mich auch musikalisch. 

Wie sieht dein idealer DJ aus?
— Bon, du weisst ja, das ich ein Vinyl-Nazi bin. In meinem Verständnis sollte ein DJ unbedingt mit Platten auflegen, ausser er macht jetzt etwas sehr, sehr Kreatives. Aber wenn Du nur zwei Tracks angleichst: bitteschön mit Platten! Ein eigener Stil ist wichtig, ein Trademark-Sound. Wenn ich persönlich in den Club gehe, dann meist mit der Absicht, neue Tracks zu entdecken. Und darum sollte der DJ ein grosser Digger sein! Wichtig ist mir auch, dass der DJ mit der Crowd kommuniziert, lacht, tanzt und abgeht. 

Es gibt ja nun die unterschiedlichsten DJ-Typen.
— Für mich gibts nichts Schlimmeres, als den depressiv drein schauenden DJ, der nur Augen für seinen Mix hat. Okay, manche müssen sich konzentrieren, sind vielleicht schüchtern oder haben einfach einen schlechten Tag. Aber ehrlich, wenn der Typ sich rein gar nicht zum Sound bewegt: Da kann doch irgendwas nicht stimmen!

→ ♫ Jeremy Underground Paris, Red Greg & Floating Points: You're A Melody #1

Interview: Bjørn Schaeffner

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